22/06/2014

My very first #Shitstorm


My very first #Shitstorm, or rather: 

Odé an die Konstruktive Kritik


#Smilestorm #Shitstorm #CC


Nachdem ich vor einigen Wochen harte Worte und viel Kritik zu einem Artikel bekommen habe, den ich auf einer Online-Plattform eingereicht hatte, war ich erstmal sprachlos. Kennst du das Gefühl, wenn langsam Panik in dir hochsteigt? Mein erster impulsiver Gedanke war "Oh mein Gott, wie kann ich diesen Post möglichst schnell löschen?"
Leider war ich gerade auf der Arbeit und saß in der Kantine. Auf meinem Smartphone sah ich nur die email, dass mein Artikel veröffentlicht wurde. 
Neugierig auf die Resonanz fing ich an die Kommentare zu lesen. Ich sah nur Kommentare wie "oma-haft", "geht gar nicht", "vollends misslungen", "bieder", "geht ja mal gar nicht", "schrecklich", "Gardine aus den 80ern" und mein Liebling: "Das ist wirklich mal eins der schlimmsten und hässlichsten Outfits die ich hier je gesehen habe". Um nur mal ein paar aufzulisten. 

"Herzlichen Glückwunsch" hieß es in der Nachricht von der Online-Platform - na, schönen Dank auch.

Schnell aufhören zu lesen. Ich muss ja gleich wieder auf die Abteilung und Kunden anlächeln. Schluck. Da wurde ich im Hinblick auf online Shitstorm wohl plötzlich "entjungfert". Klar, wenn ich mich so der Öffentlichkeit preisgebe, setze ich mich auch offen Kritik aus. Kritik, ja. Kritik ist prinzipiell ja gut und hilft nur sich zu verbessern. Wenn es allerdings in unnötige, böse und unkonstruktive Kommentare ausartet, ist das sehr schade.

Erst als ich zu Hause war, sah ich mir die knapp 100 Kommentare (!) nochmal genauer an. Nicht alle Kommentare waren negativ. Ganz im Gegenteil, wenn man es sich genauer ansieht waren es wahrscheinlich sogar viel mehr positive Kommentare als negative. 
Ich bin sehr dankbar für ehrliche, konstruktive Kritik an meinem Blog. Aber unbegründete, subjektive, gemeine Kommentare sind echt unnötig, aber anscheinend unvermeidbar. Einige Kommentare waren ehrliche Kritik an meinem Schreibstil, wofür ich sehr dankbar bin! Denn ich weiß ganz genau, dass ich noch sehr an meinem Schreibstil arbeiten muss - und nicht nur daran.

Bereue ich jetzt diesen Beitrag dort eingereicht zu haben und höre auf zu bloggen? Ganz sicher nicht.

Ich habe aus bisher noch keinem anderen Beitrag so viel gelernt. Denn letztendlich ist Bloggen doch ein langer Lernprozess, oder nicht? Wenn man von Anfang an alles perfekt machen würde, wo bliebe denn der Spaß?
Also kann ich auch nur allen anderen Menschen die Schreiben und somit in der Öffentlichkeit sind raten, gerade am Anfang: Lasst euch nicht unter kriegen!! :) Falls ihr auch mal "Opfer" werden solltet, denkt euch bitte nicht zuviel dabei! Man kann es nie jedem Recht machen und das muss man auch gar nicht. 

Und wisst ihr was? Natürlich hat auch mich diese Sache erstmal mitgenommen, aber ich habe noch einige Tage später persönliche Nachrichten von Mitglieder dieser Plattform erhalten. Sie haben mich ermutigt weiter zu machen und mich nicht unter kriegen zu lassen. Teilweise haben sie sich sogar für andere Mitglieder, die gemeine Kommentare hinterließen, entschuldigt. Das hat mich sehr aufgebaut und mir neue Energie gegeben. Danke!

Sicher habt ihr schon von #smilestorm gehört. Natürlich ist es eine Initiative mit guten Hintergedanken und jeder möchte nette Kommentare unter seinen Beiträgen lesen. ABER: Nur nette Worte helfen auch nicht sich weiter zu entwickeln. Deswegen hätte ich lieber #CC (Constructive Criticism) als #smilestorm. Meiner Meinung nach tausend mal mehr wert.. oder wie sehr ihr das? ;) Interpretiere ich #smilestorm vielleicht falsch?

Need a reminder what constructive criticism is about?

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After I received some really hard and unreasonable judgy critic for an article I published on a social media platform a while ago, I was speechless.
Do you know the feeling you get when you start to panic? My first thought was "How can I get this post offline?" 

Unfortunately I was at work and had no possibility whatsoever to go online and ask the platform to erase the post. I only received the message from the plat form "Congratulations! Your post was chosen to be published!". Thanks a lot.
Curious about the responses I might get, I started reading the first few comments. I only read "terrible", "Someone like you shouldn't have a fashion blog!", "Looks like a voile curtain" and some more.
Quickly I stopped reading. I had to go work and talk to customers in a few minutes.

Smile. 

Somehow I survived that day. I am still not sure how. I know there are some things I can do better and I am working on it. But at least I do something by myself. I don't copy people. Like others do, but thats a different topic.

All of a sudden I was deflowered in terms of shitstorm. I've heart about it and I've read about it. Actually experiencing it wasn't nice.