Spread the World – Sustainability unter Bloggern feat. NINOSY

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Heute haben wir Blog-Besuch aus Hamburg! Wie kann man auch Blogger, die nicht schon von Weitem den Stempel „Fair Fashion“ Blogger aufgedrückt bekommen haben, besser kennen lernen und sich mit ihnen über das Thema Nachhaltigkeit und bewusstem Konsum unterhalten? Mit einem Interview! Somit lernen wir tolle BloggerInnen kennen und können sie, mit den richtigen Fragen, ganz leicht dazu auffordern sich einfach mal selbst mit dem Thema sustainability auseinanderzusetzen. Ich freue mich riesig, dass Nori und Nina von Ninosy heute meine ersten Partner im Conscious Interview sind. Nach einem Klick erfahrt ihr zum Beispiel ihre Definitionen von „Nachhaltigkeit“, „Slow-“ und „Fair Fashion“.

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Nori von Ninosy

Fragebogen „Conscious Closet“ Fashion Fika

Nori, Nina, ihr beide führt einen gemeinsamen Blog über Mode, Beauty und Lifestyle. Achtet ihr in manchen oder sogar in allen Bereichen auf einen bewussten Konsum? Wenn ja, inwiefern?

Nori: Hej Anni! Richtig, wir haben unseren Blog NINOSY im November 2014 zu zweit gegründet. Fashion, Beauty und Lifestyle sind dabei die Themen, denen wir uns hauptsächlich widmen, aber im Prinzip schreiben wir über alles, was uns vor die Nase läuft und dabei unsere Neugier weckt.

Mit „bewusstem Konsum“ nennst du ein wichtiges Stichwort unserer Zeit. Wir tragen auf unserem Blog generell immer absolute Alltagslooks und mehr als die Hälfte der Kleidungsstücke davon befindet sich schon seit Jahren in unserem Besitz.

Ich frage mich vor jeder Anschaffung, egal in welchem Bereich, ob ich diese jetzt wirklich brauche und sie absolut notwendig ist. Bewusster Konsum, das heißt ganz sicher nicht, sich unüberlegt den zehnten grauen Pullover zu kaufen. (Und ich liebe Pullover!)

Mein Trick, wenn ich Angst habe, dass der Shoppingrausch doch mal mit mir durchgehen will: Pinterest! Ich sammle alle Pieces, die mich innerlich schon die Kreditkarte zücken lassen, auf einem eigenen Pinterest-Board. Dieses Pinnen ersetzt ein ums andere Mal den Klick in den virtuellen Warenkorb. Dort liegen die Wunschstücke dann erstmal. Und wenn ich auch nach Monaten noch ungeduldig drum herum schleiche? Dann wird vielleicht zugeschlagen. Aber meistens reizt mich dann nur noch ein Bruchteil davon.

Nina: Hey Anni! Wie auf vielen anderen Blogs dreht sich natürlich auch bei uns viel um das Thema Trends. Unsere Leidenschaft ist Mode, daher wissen wir meist sehr gut darüber Bescheid, was gerade in den Läden hängt und kennen die New-Ins diverser Onlineshops. Viele Dinge schaffen es in meine Pinterest-Wishlist und sogar auf den Blog. Das Thema Konsum ist also allgegenwärtig und trotzdem nicht Schwerpunkt auf dem Blog, denn bei den wenigsten Teilen klicke ich tatsächlich auf Kaufen. Was ich selbst erst lernen musste: Die Freude an Mode und schönen Dingen geht nicht verloren wenn man diese nicht besitzt.

Mein Kaufverhalten hat sich in den letzten Jahren sehr verändert, ich shoppe bewusster, überlege mir, was ich wirklich brauche oder haben möchte. Lasse Dinge oft eine Zeit lang in meiner Pinterest-Wishlist, bevor ich vorschnell auf Kaufen klicke. Ich shoppe einfach weniger und achte darauf, dass neue Teile zum Rest meiner Garderobe passen.

Nina von Ninosy

Nina von Ninosy

Welches ist euer liebstes Kleidungsstück oder Accessoire, das ihr schon seit mindestens drei Jahren tragt, es vielleicht habt aufbessern lassen, und niemals missen möchtet?

Nori: Wo soll ich da anfangen? Ich trage meine Kleidungsstücke so lange, bis sie auseinander fallen – im wahrsten Sinne des Wortes. In meinem Kleiderschrank schlummern Stücke, die teilweise fünf, sechs Jahre alt oder sogar noch älter sind. Und sollte ich mich wirklich mal an einem Teil so satt gesehen haben und es ist gut gepflegt, versuche ich, ihm ein zweites Leben via Kleiderkreisel oder Flohmärkten zu schenken.

Alltime Classics sind aber auf jeden Fall meine bordeauxfarbene Kaschmirmütze von COS, die auch schon repariert werden durfte, meine heißgeliebte Crossbody Bag von Kaviar Gauche (der BESTE Kauf aller Zeiten) und ein schlichter sandfarbener Mantel von Zara. Jede Saison bzw. jeden Tag kommen sie wieder und wieder zum Einsatz. Und alle haben mindestens schon drei Jahre auf dem Buckel!

Nina: Da muss ich erst einmal überlegen, tatsächlich besitze ich keinen so großen Kleiderschrank. Dinge, die ich nicht mehr regelmäßig trage, verkaufe ich auf Kleiderkreisel oder spende sie, wirkliche Oldtimer sind nur wenige dabei. Es gibt aber zwei Teile, die sicher älter als drei Jahre sind. Nr. 1: ein Paar Oxford-Shoes von Marc O’Polo aus Leder, welche ich zum Geburtstag von meiner Schwester bekommen habe. Absolute Klassiker, die ich sicher noch lange tragen werde. Nr. 2 ist ein Blouson von H&M mit buntem Blumenmuster, daran habe ich mich immer noch nicht satt gesehen.

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Seit einiger Zeit schwirren die Begriffe „Nachhaltigkeit“, „Fair Fashion“ und „Slow Fashion“ durch die Fashion Galaxy. Als Mode- und Lifestyle-Experten kennt ihr sie sicher. Trotzdem möchte ich euch dazu auffordern euch noch einmal näher damit auseinander zu setzen und mir für jeden dieser Begriffe eine persönliche Definition zu geben. Oder würdet ihr einfach alles zusammenfassen?

Nori: „Nachhaltigkeit“ bedeutet für mich, meinen Konsum und generell meine ganze Lebensweise dahingehend zu hinterfragen, ob Umwelt und Gesellschaft davon auch in Jahren noch profitieren bzw. sogar einen Nutzen haben. Oder ob ich durch unüberlegtes Handeln Missstände verschlimmere und Ressourcen verschwende. Ein nachhaltiges Leben lässt sich auf alle Bereiche anwenden: Mode, Reisen, Wohnen, Essen. Und bereits mit kleinen Veränderungen kann man etwas nachhaltiger leben. Keiner von uns ist perfekt und der Ober-Guru, aber das muss auch nicht sein. Solange jeder tut, was im Rahmen seiner Möglichkeiten liegt, ist der Umwelt schon geholfen.

Der Begriff „Fair Fashion“ schwebt ja seit längerer Zeit schon durchs Modeuniversum, lässt sich aber trotzdem noch nicht so ganz packen bzw. von der Mehrheit umsetzen. Ich nehme mich da gar nicht aus. Wie häufig setzt man eben doch mal einen Fuß in die H&Ms dieser Welt, um „nur mal kurz zu gucken“? Darum ist es umso wichtiger, dass es Blogs wie DARIADARIA, heylilahey und auch dich, Fashion Fika, gibt. Aufmerksamkeit ist das Stichwort! Über fair produzierte Mode immer und immer wieder berichten. Über Mode, die nicht durch Kinderarbeit, sondern von ordentlich bezahlten Angestellten unter vernünftigten Produktionsbedingungen hergestellt wird. That’s fair!

„Slow Fashion“, allein dem Namen nach schon das Gegenteil der „Fast Fashion“, bezeichnet für mich das Besinnen auf bewussten Konsum. Kleidungsstücke pflegen und vielleicht mal zum Schneider bringen, bevor sie weggeworfen und durch ein neues Teil ersetzt werden. Auf Klassiker setzen, die nicht aus der Mode kommen und keinen Trends nachjagen, die eine Halbwertszeit von 96 Stunden haben. Recyling und Kleidertauschbörsen – die Möglichkeiten für Slow Fashion sind vielfältig!

Nina: „Nachhaltigkeit“ bedeutet für mich ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen aus sämtlichen Bereichen. Viele Rohstoffe gehen zur Neige, es liegt an uns diesen Prozess wahrzunehmen, zu verstehen und zu verlangsamen, indem man sich bewusst wird, welche Konsequenz ein stetiger und hoher Konsum einer Ressource für uns und Generationen nach uns bedeutet.

„Fair Fashion“ ist Mode, die nicht auf Kosten von Menschenwürde, Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, der Umwelt und Dumpinglöhnen produziert wird. Mode, die jeden gerecht am Gewinn beteiligt. Leider haben die wenigsten, mich eingeschlossen, diese in ihren Schränken hängen. Doch die „Fair Fashion“-Industrie gewinnt immer mehr an Relevanz und Zuspruch und auch ich bin großer Fan von einigen tollen Marken wie z. B. Matt & Nat.

„Slow Fashion“, so würde ich in Ansätzen mein derzeitiges Kaufverhalten bezeichnen. Geshoppt wird seltener und bewusst, nie in Mengen. Für neue Teile werden ältere Teile verkauft oder gespendet. Und hinter allem steht die Frage: Brauche ich dieses Teil wirklich? Außerdem bedeutet es für mich ein Bewusstsein dafür, was bereits in meinem Kleiderschrank hängt.

Die beiden stellen regelmäßig ihre liebsten Produkte vor!

Die beiden stellen regelmäßig ihre liebsten Produkte vor!

Kennt ihr oder/und unterstützt ihr vielleicht sogar lokale Brands oder Designer? Wenn ja, wen und könnt ihr sie weiterempfehlen?

Nori: Mit lokalen Modeschöpfern kann ich leider nicht dienen, worauf ich aber gerade gestoßen bin, ist ein feines Hamburger Schmucklabel, Skumkantarell. Die Designerin Evelina Jørgensen entwirft ganz fantastische Jewellery mit einem nicht zu leugnenden skandinavischen Touch. Besonders in ihre neue RAW Kollektion bin ich sehr verliebt. Pssst, Spoiler: Demnächst gibt’s vielleicht das eine oder andere Stück auf unserem Blog zu gewinnen!

Was handgefertigte und mit Liebe entworfene Möbel anbelangt, kann ich deine Leser ruhigen Gewissens zu meinem Kumpel Niels schicken. In seinem Eppendorfer Showroom XIII.art könnte ich regelmäßig stundenlang in meinem Lieblingsstück, einem tollen Ledersessel, sitzen und quatschen. (Irgendwann kommt er in unser Wohnzimmer, ganz bestimmt!) Neben den Möbeln, die Niels euch ganz nach eurem Gusto anpasst, bekommt ihr dort auch tolle Kunstwerke von wechselnden Künstlern – oder könnt euch sogar ein Tattoo verpassen lassen.

Nina: Sein geraumer Zeit steht eine Clutch der Hamburger Designerin Jule Dittmer auf meiner Wunschliste. In ihrem Atelier Dittmer verkauft sie neben selbst designter und geschneiderter Kleidung Taschen und Seesäcke aus recyceltem Leder. Was früher mal eine ausrangierte Ledercouch war, ist nun eine hübsche Clutch.

Auch die beiden haben eine Schwäche für das Fika-Land Schweden!

Auch die beiden haben eine Schwäche für das Fika-Land Schweden!

Vielen herzlichen Dank nach Hamburg an Nori und Nina für das tolle Interview!

So, jetzt wird’s höchste Zeit die beiden auf Ninosy.com zu besuchen und ein bisschen rumzustöbern! Möchtet ihr auch bei einer der nächsten Conscious Interviews dabei sein? Dann meldet euch einfach bei mir: info@fashionfika.com!

Ich freu mich auf eure Nachrichten!

2 Kommentare

  1. Pingback: What is slow fashion? feat. Fashion Fika - ninosy.com

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